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Ostfriesland am Beginn des Dreißigjährigen Krieges, zwischen Ständespaltung und Mansfeldischer Besatzung (1618-1623)

Vorträge und Lesungen

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Während des Dreißigjährigen Krieges trat Graf Ernst von Mansfeld (1580-1626) im Sommer 1622 in den Sold der Vereinigten Niederlande. Sein Dienstverhältnis mit den Generalstaaten war jedoch nur von kurzer Dauer. Anschließend führte Mansfeld seine Truppen in die bis dahin neutrale Grafschaft Ostfriesland. Was ursprünglich nur als Winterquartier gedacht war, entwickelte sich zu einer 15-monatigen Besatzung. Mansfeld bestritt den Unterhalt seines Heeres maßgeblich aus den Mitteln des weitgehend wehrlosen Landes. Was die Bewohner Ostfrieslands zwischen November 1622 und Februar 1624 erlebten, fasste der Dichter und Historiker Friedrich Schiller in seiner Geschichte des Dreißigjährigen Krieges in nur einem Satz zusammen: „Mansfeld ließ seine Truppen in der fetten Provinz Ostfriesland zu neuen Thaten sich stärken.“Die Geschichtsschreibung interessierte sich vor allem für das politisch-militärische Geschehen und weniger für die Situation der Bevölkerung. Die Betroffenen selber maßen dem Ereignis mehr Bedeutung zu und die „Mansfelderzeit“ wurde zu einem stehenden Begriff für Ausbeutung, Bedrohung und Misshandlung. Ausgehend von gedrucktem und ungedrucktem Quellenmaterial versucht der Vortrag, die „Manfelderzeit“ aus Sicht der Ostfriesen zu betrachten.Der Referent Matthias Bley stammt gebürtig aus Ostfriesland. Während seines Studiums der Geschichte war er Praktikant und ehrenamtlicher Mitarbeiter im Historischen Museum Aurich. Heute arbeitet er als Historiker in der Landesbibliothek Oldenburg und betreut die Handschriftensammlung.

Veranstaltungsort

Historisches Museum Aurich
Burgstraße 25
25
Aurich

Eintritt

Karten sind an der Museumskasse erhältlich bzw. können unter 04941-123600 oder hist-museum@stadt.aurich.de bestellt werden.Kosten: 5 € pro Person

Veranstalter

Historisches Museum Aurich
26603
Aurich
Burgstraße 25
04941 123600